Letzte Woche schockte der Softwarekonzern SAP die Marktteilnehmer mit der Korrektur seiner Jahresziele. Zudem rückte der Konzern von seinen bisherigen Aussagen zur Profitabilität der nächsten Jahre ab. Die Reaktion an der Börse fiel heftig aus, SAP-Aktien stürzten auf Wochensicht um fast 30 Prozent auf 91,50 Euro ab und zogen auch den Gesamtmarkt mit in die Tiefe.
Als Reaktion auf die Zahlen hat heute die Schweizer Großbank UBS ihre Einstufung für SAP von „Buy“ auf „Neutral“ zurückgestuft und das Kursziel für die Aktie kräftig von 142 auf nur noch 97 Euro reduziert. UBS-Analyst Michael Briest erwartet zwar, dass:
….der Softwarekonzern wohl im Mittelpunkt bleiben wolle, wenn der Weg die Kunden in die Cloud führe.
Er erwartet aber, dass:
…vorerst die Umsätze mit solchen Lösungen weiter sinken dürften und es so für die Anleger jetzt nicht auf der Hand liege, auf diese Story zu setzen.
Zudem erachtet er:
…die Gewinnaussichten für 2021 und 2022 als dürftig.
Also alles keine Gründe, die aktuell für SAP-Aktien sprechen. Nach den kräftigen Kursverlusten der letzten Woche verlieren die Papiere heute weiter um aktuelle 0,5 Prozent auf 91,01 Euro und können nicht vom insgesamt freundlichen Gesamtmarkt profitieren. Beim aktuellen Kurs traut die UBS mit ihrem neuen Kursziel den Aktien mittelfristig gerade noch ein Kurspotenzial von knapp 7 Prozent zu.
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