Quartals- und Neunmonatszahlen hat heute der der Biopharma-Spezialist Biofrontera AG vorgelegt und musste trotz eines deutlichen Umsatzzuwachses nach neun Monaten Rückgänge beim Ergebnis hinnehmen.
Im dritten Quartal 2023 steigerte Biofrontera den Konzernumsatz um 2,7 Prozent auf 7,015 Millionen Euro. Nach drei Quartalen lag der Umsatz damit mit 24,8 Millionen Euro 13,2 Prozent über dem vergleichbaren Vorjahreswert.
Aufgrund eines deutschen Anstieges der Forschungs- und Entwicklungskosten, Verwaltungskosten und Vertriebskosten lag das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) nach neun Monaten mit 4,85 Millionen Euro 3,1 Prozent unter dem Vorjahreswert. Nach Steuern und Zinsen (EBIT) ging das Ergebnis von Januar bis September 2023 um 2 Prozent auf 4,35 Millionen Euro zurück.
Der Anstieg der FuE-Kosten ist Unternehmensangaben zufolge auf verstärkte klinische Aktivitäten im Rahmen der Partnerschaft mit Biofrontera Inc. zurückzuführen mit dem Ziel, das Potenzial am US-Markt auszubauen. Der Anstieg der Vertriebskosten ist u. a. auf den Ausbau der Vertriebsaktivitäten in Europa zurückzuführen.
Gesamtjahresprognose bestätigt
Da die Geschäftsentwicklung in den ersten neun Monaten im Rahmen der Erwartungen des Vorstandes lag, bekräftigt der weiterhin seine Gesamtjahresprognose.
Aktien legen zweistellig zu
Bei den Anlegern kamen die vorgelegten Zahlen heute für Erleichterung. Biofrontera-Aktien springen aktuell um 11,4 Prozent auf 0,55 Euro, nachdem die Papiere erst am 20. November mit 0,4640 auf ein neues Rekordtief gefallen waren. Trotz der heute starken Kursgewinne summieren sich die Kursverluste der letzten 12 Monate auf knapp 70 Prozent. In den letzten fünf Jahren haben die Papiere sogar schon rund 90 Prozent an Wert verloren.